Von der Pension zum 4* superior Hotel

Seit nun mehr als 3 Generationen wird das Hotel Sonne in Zermatt erfolgreich von der Familie Kronig - Lingg - Forster geführt. In den nächsten Jahren zeichnet sich ein weiterer Generationswechsel ab.

 Im Jahre 1916 kaufte ein Zermatter, namens Theodor Lauber das ehemalige Pensionshaus aus einer Konkursmasse. Dieser leitete die Pension über mehrere Jahre erfolgreich. In seinem 63. Lebensjahr verkaufte er die Pension an Ulrich Imboden aus St. Niklaus. Dies tat er, weil seine Nachkommen kein Interesse an der Pension hatten.

Herr Imboden war einer der grössten Unternehmer des Wallis und war auch politisch tätig (Grossrat). Er verkaufte die Liegenschaft, da er langfristig andere und bedeutendere Interessen hatte. Aus diesem Grund spielte es für ihn auch keine Rolle, dass er die Liegenschaft mit einem Verlust von rund 15‘000 CHF an Herrn Stanislaus Kronig im Jahre 1948 verkaufte.

Herr Kronig war ein lediger alteingesessener Zermatter. Er glaubte immer daran, dass das Geld am Besten in Immobilien investiert ist. Das Hotel wurde aber nicht von Ihm selber geführt, sondern von einem Direktor. Zwei Jahre später kaufte Herr Kronig der Burgergemeinde Zermatt die angrenzende Liegenschaft inklusive der Rechte für die Nutzung der Triftbachschlucht ab (1950). Dies zu einem Preis von 1’200 CHF.

Da Stanislaus Kronig ledig war und keine Kinder hatte, erfolgte nach seinem Tod die Erbteilung all seiner Vermögenswerte an die nächsten Verwandten. Seine Erben waren die Nachkommen seiner Schwester Viktoria und seines Bruders Wilhelm (geb. 1886). Willhelm hatte 4 Töchter. Nämlich:

Martha, Pia, Monika und Maria. Maria Kronig, verheiratet mit Alban Lingg, erhielt bei dieser Erbteilung nebst anderen Werten die sehr einfache Pension Sonne. Nicht sehr lange vorher hatte sie zusammen mit ihrem Mann das Hotel Albana gebaut. Sie sahen diesen Betrieb als recht luxuriös an. Sie beschlossen deshalb, als Ergänzung zu diesem Betrieb, die Pension Sonne zwar umzubauen; aber dann als Hotel einfacher Klasse und mit Massenlager zu betreiben. Dieses einfache Hotel bestand in der Folge aus dem neu erstellten Haupttrakt, der umgebauten Dependance und einem zusätzlichen umgebauten Wohnhaus. Die Dependance und das Wohnhaus wiesen als Baujahr 1860 aus.

 

Nach der Wiedereröffnung übernahm die Tochter Käthy Lingg sukzessive die Leitung des Hotels Sonne; indem sie zuerst kaufmännische Arbeiten ausführte und spätestens nach dem Tod ihres Vaters (Alban) im Jahre 1974 erhielt sie die gesamte Verantwortung. Im Jahre 1975 heiratete sie Forster Leo und später konnte sie den Betrieb von ihrer Mutter mieten. Ab Mietbeginn hat sie zusammen mit ihrem Mann regelmässig in diesen Betrieb investiert und beide führen seit diesem Zeitpunkt den Familienbetrieb erfolgreich.